Konsanguinität¶
Mit SMART-Pedigree können konsanguine Partnerschaften im Stammbaum erfasst und der entsprechende Verwandtschaftsgrad angegeben werden. Hierfür stehen die Verwandtschaftsgrade 1. bis 5. Grad zur Verfügung.
Zur besseren Einordnung können die Verwandtschaftsgrade und der durchschnittlich gemeinsam geteilte Anteil des Erbguts wie folgt dargestellt werden:
| Verwandtschaftsgrad | Beispiel | Durchschnittlich gemeinsam geteiltes Erbgut |
|---|---|---|
| 1. Grad | Eltern ↔ Kind, Geschwister | 50 % |
| 2. Grad | Großeltern ↔ Enkel, Onkel/Tante ↔ Nichte/Neffe, Halbgeschwister | 25 % |
| 3. Grad | Cousin/Cousine 1. Grades, Halbonkel/-tante ↔ Nichte/Neffe | 12,5 % |
| 4. Grad | Cousin/Cousine 1. Grades einmal entfernt, Halbcousins | 6,25 % |
| 5. Grad | Cousin/Cousine 2. Grades | 3,125 % |
Der Verwandtschaftsgrad richtet sich nach dem durchschnittlich gemeinsam geteilten Erbgut. Halbverwandte, die nur einen Elternteil teilen, stehen deshalb einen Grad höher als Vollverwandte (Halbgeschwister im 2. Grad). Eineiige Mehrlinge haben dasselbe Erbgut und zählen deshalb als eine Person: Kinder eineiiger Zwillinge stehen im 2. Grad (25 %) statt wie Cousins im 3. Grad; dafür muss beim Mehrling „eineiig“ eingetragen sein. Von Hand gesetzte Grade bleiben unverändert; bei der automatischen Kennzeichnung berechnet SMART-Pedigree den Grad aus den im Stammbaum eingetragenen Beziehungen und rechnet mehrere Verwandtschaftswege zusammen (z. B. doppelte Cousins: 2. Grad).
Um eine konsanguine Beziehung zu hinterlegen, wählen Sie das entsprechende Paar aus und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine der beiden Personen. Wählen Sie anschließend „Konsanguine Beziehung" und legen Sie den entsprechenden Verwandtschaftsgrad fest.
Die konsanguine Partnerschaft wird im Stammbaum durch einen Doppelstrich zwischen den beiden Partnern dargestellt. Zusätzlich wird der ausgewählte Verwandtschaftsgrad direkt am Paar angezeigt.
Automatische Kennzeichnung verwandter Partner
SMART-Pedigree kennzeichnet Partner darüber hinaus automatisch, wenn sie laut den im Stammbaum eingetragenen Beziehungen miteinander verwandt sind. Dadurch werden konsanguine Partnerschaften auch dann sichtbar, wenn die Beziehung nicht zuvor manuell eingetragen wurde.
Dies sorgt insbesondere bei komplexeren Stammbäumen für eine übersichtliche und vollständige Darstellung.